Mausi – du bleibst für immer ein Teil von mir
Ein persönlicher Abschied
Mausi kam im August 2010 zur Welt, gemeinsam mit seinem Bruder Bärli.
Zwei kleine Löwenkinder, beide mit der Sonne im 12. Haus.
Zwei Seelen, so eng miteinander verbunden, so sensibel, so zurückgezogen – so typisch für diese Stellung.
Bärli hat uns schon vor sieben Jahren verlassen.
Ein Kiefertumor.
Ein Abschied, der viel zu früh kam.
Und plötzlich waren wir nur mehr zu zweit.
Ich und Mausi.
Wir haben sehr gelitten – jeder auf seine Art, jeder mit seinem eigenen stillen Schmerz.
Die Sonne im 12. Haus… ja, sie war bei Mausi durch und durch sichtbar.
Er brauchte Rückzug.
Sanfte Räume.
Stille.
Und vor allem: keine lauten Geräusche.
Sylvester war für ihn die Hölle.
Wenn draußen Böller krachten, litt er mit jeder Faser seines kleinen Körpers.
Und ich litt mit ihm.
Menschen, die er nicht kannte, waren lange nicht willkommen.
Sein Vertrauen schenkte er nicht leicht.
Aber wenn er jemanden in sein Herz ließ – wie Gracia, meine Katzensitterin – dann zeigte er das mit voller Hingabe.
Er liebte tief.
Nur sehr wenige durften das erleben.
Wir haben gemeinsam so viele Lebenswege geteilt.
Auch den großen Schritt, von Wien nach Kärnten zu übersiedeln.
Es war nicht leicht – für keinen von uns.
Aber Mausi hat sich gut eingelebt, und im neuen Zuhause sind wir noch enger zusammengewachsen.
Er war für mich einfach alles.
Ich lebte alleine – aber eigentlich niemals wirklich allein.
Wir zwei haben alles gemeinsam geteilt.
Wenn ich ins Bett ging, kam Mausi sofort nach.
Immer.
Es war unser Abendritual, unser kleines Stück Geborgenheit.
Und in der Früh, um Punkt fünf Uhr, hat er mich liebevoll angestupst.
„Hallo, du musst aufstehen… außerdem habe ich Hunger.“
Diese kleinen Momente waren mein Alltag, mein Morgenlächeln, mein Leben mit ihm.
Als Löwe-Kind war er stolz.
Und das konnte er wunderbar zeigen.
Er war eine kleine Schönheit – und wurde von allen bewundert.
Das hat er eindeutig genossen.
Die Sonne liebte er ebenso sehr.
Oft lag er stundenlang am Balkon, eingehüllt in warmes Licht, ganz zufrieden.
Beim Futter war er wählerisch.
Mit den Jahren wurde das immer ausgeprägter.
Aber das war einfach Mausi: besonders, einzigartig, mit eigenen Ansprüchen.
Für mich war er weit mehr als ein Haustier.
Er war ein Gefährte.
Ein treuer Freund.
Ein stiller Begleiter meiner Seele.
Mein Halt, meine Liebe, mein täglicher Trost.
Jetzt hoffe ich, dass der Schmerz irgendwann weniger wird.
Im Moment fühlt es sich an, als hätte jemand ein Stück meines Herzens herausgerissen.
Ich habe ihn über alles geliebt.
Er stand immer an erster Stelle.
Er war mein Zuhause.
Und dann geschah es…
An einem Black Friday.
Für mich hat dieser Tag seitdem eine ganz andere Bedeutung.
Es ist der Tag, an dem mein Mausi gegangen ist.
Der Tag, an dem ich ihn von seinem Leiden erlösen musste.
Der Tag, an dem meine Welt still wurde.
Ich dachte, wenn ich über ihn schreibe, wird es vielleicht leichter.
Aber es tut immer noch weh.
Vielleicht sogar noch ein bisschen mehr, weil jedes Wort ihn näher holt – und doch zeigt, dass er nicht mehr da ist.
Mausi, mein geliebter Schatz…
ruhe in Frieden.
Ich liebe dich für immer und ewig.
Und eines Tages, irgendwo zwischen Sonnenstrahlen und stiller Wärme,
finden wir uns wieder.
Für immer in meinem Herzen.
Liebe Heike, ich kann deine Gefühle, deinen Schmerz so gut nachempfinden. Als vor 3 Jahren mein geliebter Benny mit 8 Jahren plötzlich tot umgefallen ist, war es mir auch, als könnte ich meines Lebens nicht mehr froh werden. Der Schmerz hielt lange an. Inzwischen habe ich einen neuen Herzenskater, der mich mit Zärtlichkeit überschüttet. Liebe vergeht nicht, sie findet andere Möglichkeiten, aber Benny ist unvergessen. Alles Liebe Sigrid
Dein Stil deine Gefühle um Mausi in Worte zu fassen sind sehr berührend. Dass du deine Empfindungen niederschreiben und teilen kannst, ist ein wunderbarer Weg mit dem Verlust umzugehen. Mausi wird immer auf dich blicken und seinen Schutz über dich breiten liebe Heike.