Das Wasserelement
Temperamente Aggregatzustände Persönlichkeitstypen
FEUER plasmatisch Intuition (Jung)
Choleriker (Lavater/Gall)
ERDE fest Empfindung (Jung)
Phlegmatiker (Lavater/Gall)
LUFT gasförmig Denken (Jung)
Sanguiniker (Lavater/Gall)
WASSER flüssig Fühlen (Jung)
Melancholiker (Lavater/Gall)

Wasser fließt von oben nach unten zum tiefsten Punkt und sammelt sich dort.Bei Flut prallt es gegen die Küsten, zieht sich bei Ebbe zurück und in seiner Tiefe fließen gewaltige Ströme. Das leben und Erleben der menschlichen Seele lässt sich wohl kaum besser beschreiben. Sowie die Wasseroberfläche eines Flusses niemals gleich ist, so hat auch der Wassermensch viele verschiedene Gesichter.
Die Stimmungen der Seele zeigen sich in diesem Element sehr oft im künstlerischen Bereich. (Musiker, Dichter)
Dem Wasser entstammen auch die Menschen, die sich besser in andere einfühlen können, als es einem anderen Element je möglich wäre. (Therapeuten)
Wasser wäscht alles ab, reinigt alles Verschmutzte, nimmt alles auf und spült es fort. Genauso sind Wassermenschen, die großen Beichtväter, die alles verstehen, trösten und Anteil nehmen.
Wasser ist fremdbewegt. Es fließt seiner Neigung nach am liebsten geradeaus, bis es an eine Grenze kommt, wo es dann sofort versucht auszuweichen. Ist kein Ausweg zu finden, staut es sich, bis es an der erstbesten Stelle über die Ufern treten kann, um von neuem weiter in die Tiefe zu fließen. Wasser lässt sich letztendlich von nichts abhalten seiner Bestimmung zu folgen, und die liegt immer in der Einswerdung mit dem großen Meer. Aber auch dort ist Wasser stets bewegt. Unsichtbare Kräfte lassen es durch Ozeane strömen und bringen Ebbe und Flut hervor. Ähnlich spürt der Wassermensch, das er von unsichtbaren Kräften gelenkt wird, die sein Leben so rätselhaft und seine Bewegungen so schwer voraussehbar werden lassen.
Die Astrologie ordnet diesem Element die Zeichen Krebs, Skorpion und Fische zu.

Umgang mit der Zeit 
Feuer und Luft die leichten Elemente blicken neugierig nach vorne
Während die schweren Elemente Erde und Wasser sich vorzugsweise an Vergangenem und Vertrautem orientieren.
Wasser liebt zwar nicht das unveränderlich Beständige wie die Erde, dafür aber die Wiederholung des Ähnlichen. Eine Wiederholung des Gleichen gibt es für den Wassermenschen ohnehin nicht. Auch nach dem fünften Besuch des gleichen Films kann er aus tiefer Überzeugung sagen, das er heute wieder ganz anders war. Gefühlen und Empfindungen hängt der Wassermensch gerne nach, insofern ist er vergangenheitsorientiert.

Die Tat und ihre Folgen
Wir stellen uns vor, das jemand in guter Absicht etwas schlechtes getan hat.
Für den Wassermenschen zählt einzig, wie geht es dem Täter seelisch.

Umgang mit der Wahrheit
Für den Wassermenschen sind die Grenzen zwischen Dichtung und Wahrheit einfach fließend, somit macht es ihm keine Mühe, eine ihm angenehme Wirklichkeit wiederzugeben. Er bereichert eine Geschichte mit seinen Phantasien ein bisschen, weil sie dann interessanter klingt.

Seelische Probleme
Wasser versucht die Probleme aufzulösen und fortzuspülen. Das geht mit Tränen oder Alkohol.

Formen der Beziehung
Ganz anders ist die Beziehung des Wassermenschen. Hier geht es vor allem um die seelische Schwingung. Insofern ist es für einen Wassermenschen kein wirkliches Problem, eine Beziehung auch über Tausende Kilometer zu führen. Der Wassermensch spürt, und auch wenn er das, was er spürt, nicht immer in Worte fassen oder gar begründen kann, weiß er dennoch genau, was im anderen vor sich geht.
 
Energie in der Beziehung
Jedes Element bringt seine eigene Energie in die Beziehung ein.
Wasser bringt Bewegung in die Beziehung und tiefe Gefühle. Wasser hat die größte Anpassungsbereitschaft. Die Einfühlungsgabe des Wassermenschen führt dazu, das er den Wunsch des Partners von den Augen ablesen kann. Die stete Veränderung der Stimmungslage des Wassermenschen spiegelt sich natürlich auch in seiner Beziehung.

Verträglichkeit und Unverträglichkeit der einzelnen Elemente untereinander
Zunächst gelten die beiden männlichen (Feuer und Luft) und die beiden weiblichen Elemente (Erde und Wasser) als miteinander harmonisierend. Luft und Feuer vertragen sich gut, weil Luft dem Feuer Nahrung gibt und Feuer die Luft erwärmt.

Ebenfalls harmonisch ergänzen sich Erde und Wasser, da Erde dem Wasser Halt gibt und Wasser die Erde fruchtbar macht. Auf die menschliche Ebene übersetzt heißt das, das die Neigung der Erde, Grenzen zu setzen, sehr wohltuend für den Wassermenschen sein kann, dessen größte Gefährdung darin besteht, sich nicht abgrenzen zu können und infolge seiner grenzenlosen Anteilnahme zu zerfließen oder von anderen ausgesaugt zu werden.

Besser als man glaubt lassen sich Luft und Wasser vereinen. Denn wo die Tiefe der Gefühle, wo Sehnsucht nach den Worten greift, da entsteht die Mischung, die in der Lyrik ihren höchsten Ausdruck findet. Aus Phantasie (Wasser) und Wortgewandheit (Luft) entstehen die Erzählungen, die aus Seemannsgarn gewoben sind.

Feuer und Wasser sind die beiden subjektiven und emotionalen Elemente. Sie zu verbinden gehört zweifellos zum Schwersten, aber auch zum Größten, wie schon die Alchemisten des Mittelalters lehrten. Der Feuer/Wassermensch hat eine ausgeprägt persönliche Sicht der Welt. Ihm geht es um seine innere Wahrheit. Wenn Überzeugungen (Feuer) und Gefühle (Wasser) sich unkritisch (ohne Luft) und wirklichkeitsfremd (ohne Erde) verbinden, kann daraus natürlich auch eine gefährliche Form von Fanatismus entstehen.

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